ÖJM und ÖM 2019

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Ein erfolgreiches Turnierwochenende für unsere Reiter auf der tollen Anlage von Carina und Karl Piber in St. Radegund liegt hinter uns! Besonders gefreut haben wir uns mit Flora, die auf ihrer Frökk die A-Qualifikation im Viergang erreiten konnte. Sie ist amtierende österreichische Meisterin in der Töltprüfung T3 Jugend mit durchwegs 7,5 für das schnelle Tempo Tölt und 2. in der Viergangprüfung V2! Enya holte sich in der Jugendklasse die Bronzemedaille in der T3 sowie den 5. Platz im V2. Laura war bei den jungen Reitern in beiden Bewerben im Finale, sie konnte sich sogar im V2 durch durchwegs stete Leistung in allen Gängen den Sieg sichern! Im Tölt erreichte sie den dritten Platz. Lena konnte mit Teikning den Vize-Meister Titel im 250m Passrennen erreichen, im Speedpass ritten die beiden auf den dritten Platz! Kathi war das erste mal mit ihrem jungen Fridrik bei einem grossen Turnier am Start und kann mit ihrer Leistung sehr zufrieden sein!

Wir gratulieren Euch zu Euren tollen Erfolgen und sind schon gespannt auf das nächste grosse Turnier….die NÖM in Langschwarza!

 

Typische Fehler im Tölt

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Der Passtölt ist eine Verschiebung zum Pass, also zur lateralen Bewegung. Der Passtölt kann viele Gründe haben, und die Korrektur ist individuell auf das einzelne Pferd abzustimmen. Überbaute Pferde mit besonders tiefem Hals und wenig Aufrichtung neigen besonders zu passigem Tölt. Der häufigste Grund für den Passtölt ist ein verspanntes Pferd. Hier ist es hilfreich, das Pferd zu biegen und zu lösen, aber auch die Hinterhand durch vermehrtes Treiben zu aktivieren. Bei zu laschem Reiten kann ein Pferd ebenfalls passig werden. Dann ist besonders darauf zu achten, energisch und abwechslungsreich zu reiten. Viele Pferde werden passig, wenn das Tempo zu hoch wird, meist ist der Takt im langsamen bis mittleren Tempo am besten. Bei einer Verschiebung zur lateralen Bewegung kann man mit Hilfsmitteln, zum Beispiel Ballenschonern mit Gewicht oder einem Beschlag der vorne schwerer ist, arbeiten.

Beim Trabtölt verschiebt sich der Takt des Pferdes zum Trab und ist kein klarer Viertakt mehr. Der Trabtölt ist eine Verschiebung zum Trab, also zu einer diagonalen Bewegung. Trabige Pferde benötigen eine längere Töltausbilung und haben oft eine sehr geringe Töltveranlagung. Pferde mit langem Rücken haben meistens einen eher trabigen Tölt, weil es ihnen schwerer fällt, sich zu versammeln und mit der Hinterhand unter den Schwerpunkt zu treten. Hier ist es hilfreich, kurze Stücke Tölt zu reiten, da der Tölt für trabige Pferde sehr anstrengend ist und mit der Dauer der Trainingsphase immer trabiger wird. Die Ausrüstung und der Beschlag werden in diesem Fall vorne leichter gewählt. Mit zusätzlichem Gewicht vorne hat der Trabtölter große Schwierigkeiten.

Die Galopprolle ist eine Verschiebung zum Galopp und kann verschiedene Ursachen haben. Pferde neigen zu einer Galopprolle, wenn falsche Hilfen gegeben werden, wenn sie einseitig schief sind, bei zu hohem Tempo, bei zu viel Gewicht an der Vorhand, bei zu wenig Energie, bei Müdigkeit oder auch bei zu tiefem Boden.

Bei sehr passigen oder auch jungen Pferden kann es zum sogenannten Wechseln im Tölt kommen. Das Pferd wird immer passiger und fußt dann mit den Vorderbeinen vor den Hinterbeinen auf. Weil sich das Pferd nicht selbst auf die Hufe steigen will, bleiben die Hinterbeine solange in der Luft, bis die Vorderbeine wieder abfußen. Wenn ein Pferd wechselt, fühlt es sich an, als würde es die Beine durcheinanderwürfeln, es ist sehr unbequem zu sitzen. Dieser Fehler tritt meistens bei jungen Pferden auf, die am Anfang ihrer Ausbildung stehen, und verschwindet bei adäquatem Training schnell wieder.

Wie Werner seine Leidenschaft zum Islandpferd entdeckt hat…

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Wann hast Du zu reiten begonnen?

Am 21. August 2017 saß ich zum ersten Mal in meinen Leben auf einem Pferd. Eigentlich waren mir Pferde nie so ganz geheuer, daher war meine Motivation, es mal auszuprobieren endenwollend. Zum Glück war dieses Pferd Snaelda 🙂

Was begeistert Dich so am Reiten? Aus welchem Grund hast Du begonnen?

Der Grund, warum ich mich auf Snaelda gesetzt habe, war schlicht und einfach Neid: nach einer Woche Island stand ich am Flughafen in Keflavik und wurde verabschiedet von Maria, Katharina und Jens. Die blieben nämlich noch eine Woche für die Reittour. Beim Abheben von der Startbahn stand mein Entschluss fest: die machen das nicht noch einmal ohne mich!

Also hab‘ ich meine erste Reitstunde vereinbart. Möglicherweise hat auch Maria sie vereinbart, so genau weiß ich das nicht mehr (wenn ich jetzt so überlege, ist das aber wahrscheinlicher). Immer noch ein wenig skeptisch hab‘ ich mich dann auf Snaelda gewuchtet, dann wurde aus Skepsis Verblüffung (sie ging los und ließ sich sogar lenken!), aus Verblüffung wurde Freude, aus Freude wurde Dalvör.

Was macht Dein Pferd so besonders?

Ich bin mir absolut sicher, dass mir mit Snaelda nie etwas passieren wird. Dafür passt sie einfach zu gut auf mich auf. Außerdem ist sie eine ausgezeichnete Lehrmeisterin (manchmal fast ein wenig zu streng für mich, was den einen oder anderen Solo-Ausritt durchaus interessant gestaltet).

Ich bin ein ausgesprochener Glückspilz, dass ich mit ihr reiten lerne. Sie verzeiht mir viele Fehler, kann mir aber auch ganz deutlich zeigen, wenn ich einen Murks mache (zum Glück macht sie das selten, weil im Murksen bin ich recht gut). Wenn ich aber korrekt unterwegs bin, dann zeigt sie mir das auch (jawohl, als gute Lehrmeisterin lobt sie auch) – dann würde mir mindestens eine 8,0 für breites Grinsen zustehen.

Und das Tüpfelchen auf dem i: Mit Dalvör, unserem zweiten Schätzchen, ist’s genauso (wir haben noch ein drittes Schätzchen, Ivar, aber auf ihn werde ich mich höchstwahrscheinlich nie setzen, ihn mag ich einfach so).

Hast du ein bestimmtes Ziel mit Deinem Pferd?

Der Weg ist das Ziel, und das meine ich wortwörtlich: Ich möchte Snaelda davon überzeugen, dass ich mich auch bei Nebel, unsichtbaren Gespenstern, gefährlichen Wasserpumpen und Kreuzungen durchaus orientieren kann und in dieser Hinsicht nicht auf sie angewiesen bin.

Dann gibt’s da natürlich noch das Mysterium des Außenzügels, die Anlehnung, die Ferse, das Sitzen über dem Pferd, das Nicht-Zurücklehnen, das….

Aber ich bin ja noch jung.

Was machst du am liebsten mit Deinem Pferd?

Mit meinen drei Mädels ausreiten (vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C, wegen der 8,0 für breites Grinsen).

Günter und Fönix

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Wie bist du auf das Islandpferde reiten gekommen?

Ich habe oft meine Tochter Anna und am Anfang auch meinen Sohn Leo in die Jugendstunde gebracht. Da musste ich immer sehr lange warten und so habe mich dazu entschlossen, es selbst zu probieren. Mein Schulpferd war Thokkadis.

Wie hast du Fönix gefunden?

Eigentlich hat Iris ihn für mich gefunden. Ich musste einsehen, dass mein Können für meine damalige Stute noch zu gering war und zu dieser Zeit war Fönix ein Verkaufspferd und ich konnte mit seinem Besitzer einen Tausch vereinbaren.

Willst du irgendwann an einem Turnier teilnehmen?

Vielleicht ist es nächstes Jahr soweit, aber ich will mich noch verbessern, damit ich mit so einem guten Pferd auch einigermaßen gute Noten erreiten kann.

Woher wusstest du das Fönix das richtige Pferd für dich war?War es Liebe auf den ersten Blick?

s ist ein tolles Gefühl auf einem Pferd zu sitzen, welches so mächtige Bewegungen hat. Außerdem hat Fönix Erfahrung und ist klar im Kopf. Es war eigentlich schon Liebe auf den ersten Blick.

In deiner Freizeit fotografierst du gerne oder? Was ist das besondere am Pferde fotografieren?

Ja ich fotografiere gerne. Bei Pferden, insbesonders bei guten Gangpferden ist es toll die Vielfalt ihres Könnens auf Fotos abzulichten und wenn möglich auch auszudrucken .

 

 

Flora und Frökk

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Flora und Frökk sind jetzt schon seit einigen Jahre bei uns am Sachsengang. Anfangs waren die beiden noch in der Sportklasse C unterwegs und inzwischen stehen sie kurz vor der A-Qualifikation. Sie sind miteinander gewachsen und haben viel voneinander gelernt.

Warum hast du Frökk ausgesucht?Was macht sie besonders?
Ich hatte ab der ersten Sekunde das richtige Bauchgefühl, nachdem ich sie geritten bin war es sofort klar, dass die Chemie passt. Besonders ist sie, weil sie bei jedem Spaß mitmacht und ihr bestes gibt, egal ob Horseball, Zirkuslektionen, schnelle Faschingsfeier oder Meisterschaften. Was sie für mich jedoch besonders macht ist, dass wir gemeinsam gewachsen sind, da ich sie mit 11 Jahren bekommen habe, somit hat sie einen riesigen Stellenwert in meinem Leben.

Wie lange reitest du schon? Auf welchem Pferd hast du reiten gelernt?
Ich reite seit dem ich 8 Jahre alt bin und habe am Aspacherhof von Anfang an auf Islandpferden reiten gelernt, das erste Pferd das ich geritten bin hieß Randor.


Was hast du von Frökk gelernt?
Ich würde mehr sagen, dass wir einiges miteinander gelernt haben, wie zum Beispiel Ruhe zu bewahren. Vor allem zeigt sie mir immer wieder wie viel es bedeutet dran zu bleiben, es einfach zu versuchen und das viel Training sich am ende immer auszahlt. Aber auch, dass es ok ist, wenn es mal nicht glatt läuft.
Was ist dein Ziel für 2019?
Mein Ziele für 2019 sind einerseits im Tölt meine Endnote, 6.0, halten beziehungsweise steigern zu können andererseits im Viergang immer alle Gänge abrufen zu können. Natürlich etwas ferner auch die A-Qualifikation.

Was machst du gerne mit ihr, wenn du nicht gerade für ein Turnier trainierst?
Am liebsten gehe ich mit ihr bei schönem Wetter alleine Ausreiten.

Pascale und Tónn

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Pascale und ihr Tónn sind jetzt schon seit einigen Jahren erfolgreich auf Turnieren unterwegs. Begonnen haben die beiden im V2 und inzwischen sind sie im Fünfgang unterwegs. Pascale hat bei uns am Sachsengang ihre ersten Tölt und Rennpass Erfahrungen gesammelt.

Auf welchem Pferd hast du reiten gelernt?

Ich habe vor 15 Jahren auf einem kleinen Shettlandpony namens Cäsar reiten gelernt. Erst zwei Jahre später bin ich dann das erste Mal auf unserer Isländer Stute Andvaka geritten. Meine ersten Turniererfahrungen habe ich ganz klein in der Führzügelklasse gemacht, anschließend etwas Dressur, bis ich dann schließlich mein erstes Islandpferdeturnier mit meiner Stute Eistla 2010 absolvierte.

Was magst du so an deinem Turnierpferd Tónn? 

An Tónn mag ich besonders sein wundervolles Temperament. Ich kann mich zu jederzeit auf ihn verlassen. Er ist meistens motiviert zu arbeiten und eigentlich immer mit vollem Einsatz dabei. Auch wenn er etwas viel wiehert wenn ich ihn führe, umso braver und ruhiger ist er wenn man ihn reitet. Ich liebe seine klar getrennten Gänge und bin froh sie in den meisten Situationen verlässlich abrufen zu können. Charakterlich ist er mein absolutes Traumpferd, er ist zwar brav und immer bei Sache, jedoch wird es trotzdem nie langweilig mit ihm.

Wie bist du zu ihm gekommen?Nach welchen Kriterien hast du ihn ausgesucht?

Ich war auf der Suche nach einem neuen Turnierpferd, da ich schon etwas zu groß für meine Stute Eistla wurde und auf größeren Turnieren starten wollte. Ich wollte mich ursprünglich im Sommer 2015 in Island umschauen und dort Pferde Probe reiten um anschließend das passende Pferd nach Österreich zu importieren. Es kam jedoch anders. Als Iris im Frühjahr 2015 nach Island flog, hatte sie meinen Wunsch nach einem neuen Pferd im Hinterkopf und rief nach ihrer Reise mit den Worten „Ich habe DAS Pferd für die Pascale gefunden“ an. Er entsprach so gar nicht unseren Vorstellungen, denn wir wollten einen Viergänger, so um die 10 Jahre, auf keine Fall einen Schecken und eine Stute. Nun ja nun ist er ein Hengst, Fünfgänger, Schecke. Mit vollsten Vertrauen auf Iris Gefühl haben wir verrückter Weise „JA“ gesagt. Am 24.2.2015 kam er dann in Österreich ein und ich bin so dankbar, dass wir damals so vertraut und so entschieden haben.

Was ist dein Ziel für diese Turniersaison?

Dieses Jahr habe ich in Stadl Paura mit meiner ersten 6,01 Endnote im T3 schon eines der Ziele erreicht die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe. Ich möchte es allerdings diese Saison schaffen, eine solide Fünfgangprüfung (mit allen Gängen und drei Längen Pass) zu reiten und eine gültige Passprüfung.